Bauer bangt um sein Leben

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In das Quartier unseres Hauptmann's wollte Nachts ein Bauer mit einem großen Messer bewaffnet eindringen; auf dessen Poltern und Schreien eilte die Mannschaft, die noch in diesem Hause lag herbei, entwanden ihm das Messer und banden ihn fest...

"Nun waren wir in Frankreich, andere Leute, andere Sitten, schmutzige Straßen; die Häuser haben nach der Straße zu keine Fenster, sondern nur eine kleine Lichtöffnung, welche in die geräumige Küche nur spärlich Licht eindringen läßt. [...] In den Dörfern konnte man oft Häuser antreffen, in denen nicht einmal der Zimmerboden belegt war, darin sich aber eine schöne Bettlade, hübsche Kastenuhr und in einem Nebenraume ien Faß Wein vorfanden. [...] In das Quartier unseres Hauptmann's wollte Nachts ein Bauer mit einem großen Messer bewaffnet eindringen; auf dessen Poltern und Schreien eilte die Mannschaft, die noch in diesem Hause lag herbei, entwanden ihm das Messer und banden ihn fest. Jetzt stellte sich heraus, daß es der Mann des Hauses sei, der in betrunkenem Zustande sein Nachtlager, das heute unser Hauptmann belegt hatte, aufsuchen wollte und vor Wuth ganz wahnsinnig war, als er nicht in sein Zimmer konnte. Er mußte an anderen Tage etwa 2 Stunden mit der Batterie marschieren, welcher Marsch ihm in seinen Holzschuhen und der steten Angst, erschossen zu werden, sehr schwer fiel. Bei St. Die wurde er wieder frei gelassen."

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