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Deutscher Soldat zertrümmert Mobiliar

  • Tacitus
  • November 21, 2020 at 3:18 AM
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Erinnerungen eines Soldaten zum 21. November 1870.

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...ich ergriff hastig den nächsten Stuhl u. sagte meinem Wirth, ich würde ganz entschieden alle seine Möbeln entzwei schlagen, falls er nicht sofort etwas Wein herbeischaffte.Wie ein Wind liefen Mann u. Weib in fliegender Hast in den Keller und holten nun richtig

einige Flaschen Rothwein heran, mit ängstlichen Blicke Tische u. Stühle bemusternd, ob ihnen auch noch kein Leides wiederfahren sei...

"Die Mahlzeit war angerichtet und ich bat den Wirth, für uns etwas Wein herbeizuholen. Der Franzose blieb aber dabei, im ganzen Orte sei keine Flasche hiervon aufzutreiben. Da ich unmöglich annehmen konnte, daß in dieser weinreichen Gegend ein solcher Grundbesitzer keinen Wein im Hause habe, auch in den umliegenen Quartieren überall dieses hier nicht seltene Getränk den Soldaten gereicht wurde, so zürnte ich mit dem bösen Schicksale, welches mich stets allein solchen geizigen Hallunken zuzuführen schien, ergriff voller Ärger den ersten besten Stuhl u. stieß ihn voller Kraft gegen den steinernen Fußboden, daß gleich ein Bein davon flog. Nun aber ging ein Spectakel und Schreien seitens der Eigenthümer los, welches vielleicht Manchen ruhiger gestimmt hätte. In mir brachte solches aber grade die entgegengesetzte Wirkung hervor. Meine Entrüstung, mein Haß gegen solche bemittelte Leute, welche es wagten, einem armen Soldaten selbst das Nothwendigste an Lebensmitteln, wovon sie bestimmt im Überfluß hatten, gradezu zu versagen, wurde nur noch mehr durch das Zetergeschrei entflammt, ich ergriff hastig den nächsten Stuhl u. sagte meinem Wirth, ich würde ganz entschieden alle seine Möbeln entzwei schlagen, falls er nicht sofort etwas Wein herbeischaffte.
Wie ein Wind liefen Mann u. Weib in fliegender Hast in den Keller und holten nun richtig einige Flaschen Rothwein heran, mit ängstlichen Blicke Tische u. Stühle bemusternd, ob ihnen auch noch kein Leides wiederfahren sei. - Wir sprachen beim Speisen noch viel über diese eigensinnige Franzosen, welche alles immer erst aufs Äußerste trieben. Ich gelange aber nach u. nach zu der Überzeugung, daß dieses in Bezug auf die Bildung weit zurückgebliebene Volk nur durch energisches gegenübertreten für die von uns an sie gestellten Forderungen empfänglich gemacht werden könnte u. würde es bei diesen Leuten manchmal sehr wohl angebracht sein, wenn man solchen halstarrigen Creaturen die flache Klinge schmecken ließe. -"

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