Kampf ums Wasser bei Hochweiler

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Der Reservelieutn. Christoph, welcher dieses Kommando führte, sagte endlich: "Sehe, wo Ihr selbst Wasser herkriegt und kommt nachher am Ende des Dorfes zusammen"

"Es war ein Wiesengrund, von dem aus zu beiden Seiten die Felder sanft aufstiegen. Einige kleinere Hopfenpflanzungen waren neben der Wiese. Binnen 5 Minuten fielen schon die Hopfenstangen um als Brennholz zu dienen. Das Wasser wurde im Dorfe Hochweiler mit vieler Mühe erobert, denn die 95er lagen im Dorfe und hatten schon sämmtliche Ziehbrunnen besetzt. Der Reservelieutn. Christoph, welcher dieses Kommando führte, sagte endlich: "Sehe, wo Ihr selbst Wasser herkriegt und kommt nachher am Ende des Dorfes zusammen". Ich drängte mich in einen Hof, allein der Brunnen war zu dicht besetzt und ich wurde als einziger 94er ausgebissen. Am laufenden Brunnen inmtiten des Dorfes erging mir's nicht besser, bis ich endlich an einem Ziehbrunnen noch Wasser bekam. 1/2 2 Uhr waren wir auf dem Bivouacksplatze angekommen. [...] Mittlerweile war es 1/2 7 Uhr geworden und ich mußte nochmals mit zum Wasserholen gehen. Die meisten Brunnen hielten nicht aus. Wir gingen in das andere Dorf, jedoch auch da war kein Wasser zu bekommen. Wir suchten also im Wiesengrunde weiter, bis wir 4 kleine Quellen fanden, aus denen wir sehr klares und frisches Wasser schöpften, und wo wir uns nicht drängen zu lassen brauchten."

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