1. Articles
  2. Shop
    1. Help
    2. Orders
  3. Members
    1. Recent Activities
    2. Users Online
    3. Team
    4. Search Members
  4. Dashboard
  5. Forum
    1. Unresolved Threads
  • Login or register
  • Search
Deutsch-Französischer-Krieg
  • Everywhere
  • Deutsch-Französischer-Krieg
  • Articles
  • Pages
  • Forum
  • Products
  • More Options
  1. Geschriebene Geschichte
  2. Historische Texte
  3. Deutsch-Französischer-Krieg

Brutaler Wirt misshandelt eigenes Kind

  • Tacitus
  • November 17, 2020 at 12:52 AM
  • 1,421 Views
  • 0 Replies

Erinnerungen eines Soldaten zum 17. November 1870.

Quote

Diese rohe, im höchsten Grade brutale Handlungsweise des Barbaren empörte mich dermaßen, daß ich von dem Stuhle aufsprang und meinem mit anwesenden Putzer zurief: "Faßen Sie diesen Kerl, er steht zur Strafe eine halbe Stunde unter ""Stillgestanden"" an der Wand!" Mein lieber Soldat, eine baumlange, kräftige Gestalt, ergriff den Hallunken, hob ihn mit beiden Händen in die Höhe, stieß ihn gar nicht sanft gegen den Fußboden und preßte ihn dann trotz allen Sträubens mit dem Rücken gegen die Wand...

"Mein Wirth, ein gedienter Husar und hitziger Deutschenfreßer, der seine Frau und die armen Kinderchen, - wenn sie uns die zum Kochen und Speisen nöthigen Küchengeräthschaften leihweise gereicht, - auf eine Weise tyrannisirte, die ihn mir schon längst zum Feinde gemacht hatte, trieb seine Unmenschlichkeit so weit, daß er, als sein etwa 6 Jahre alter Knabe einem Soldaten einige Kartoffeln unter dem Bette hervorgeholt, dem armen unschuldigen Kinde unter den gräßlichsten Flüchen einen so heftigen Fußtritt versetzte, daß der Junge, welcher durch den wuchtigen Stoß sich am Kopfe beschädigt hatte, stark blutete.
Diese rohe, im höchsten Grade brutale Handlungsweise des Barbaren empörte mich dermaßen, daß ich von dem Stuhle aufsprang und meinem mit anwesenden Putzer zurief: "Faßen Sie diesen Kerl, er steht zur Strafe eine halbe Stunde unter ""Stillgestanden"" an der Wand!" Mein lieber Soldat, eine baumlange, kräftige Gestalt, ergriff den Hallunken, hob ihn mit beiden Händen in die Höhe, stieß ihn gar nicht sanft gegen den Fußboden und preßte ihn dann trotz allen Sträubens mit dem Rücken gegen die Wand.
Seine nervige Faust dem so Gemaßregelten vor die Augen haltend, gab ihm mein Cumpan zu verstehen, sich ja nicht zu rühren. Ich deutete dem Franzosen ebenfalls an, sich nicht eher von der Stelle zu bewegen, bis ich es ihm gestatten würde. - Solche Wiedervergeltung von einem verhaßten Deutschen erfahren zu müßen, hatte sich mein Wirth gewiß nie im Leben träumen laßen! Vor Wuth biß er die Zähne zusammen, war aber klug genug, einzusehen, daß er sich orläufig in sein Schicksal finden mße und stand, während de wir die Mahlzeit zubereiteten, still an dem ihm angewiesenen Platze, bis cih nach etwa 15 Minuten das Commando zum "Wegtreten" gab. Dieses ausgezeichnete Mittel hatte derartgewirkt, daß der Franzose von nun an der gefügigste Mann wurde..."

  • Krieg
  • Frankreich
  • Kinder
  • Deutsch-Französischer Krieg
  • 1870er
  • Soldaten
  • 1870
  • Gewalt
  • 17. November
  • 17. November 1870
  • Züchtigung
  • Previous Article Schrappnell-Angriff erweist sich als harmlos
  • Next Article "Doch wollte ich Dir es von Herzen gönnen wenn Du noch Paris zu sehen bekämst..."

Related Articles

"In der Nacht entstand in den Schlafsälen ein Wimmern und Jammern..."

Erinnerungen eines Soldaten zum 9. November 1870.
Tacitus
November 9, 2020 at 1:18 AM
0

Blutiger Überfall auf Chatillon

In seinen Erinnerungen zum 23. November 1870 beschreibt ein Soldat einen Überfall von Ricciotti Garibaldi mit seinen Leuten in Chatillon. Dieser Überfall ereignete sich wohl am 19. November und der Autor fasst seine Eindrücke des Tatortes und die Erzählungen seiner Kameraden zusammen. Einige Auszüge daraus möchten wir hier präsentieren.
Tacitus
November 23, 2020 at 3:28 AM
3

Gedicht: Weihnachten vor Paris

Diesen Text haben wir in einer handschriftlichen Sammlung mit Gedichten gefunden. Die Handschrift stammt vermutlich aus den 1880er Jahren und wurde von einer Frau bzw. einem Fräulein geführt. Ob sie das Gedicht aus privatem Kreise hat oder es damals aus einem Buch oder einer Zeitschrift abgeschrieben hat, können wir leider nicht nachvollziehen.
Tacitus
December 24, 2020 at 1:40 AM
0

Categories

  1. Historische Texte 680
  2. DDR 5
  3. Besatzungszeit ab 1945 7
  4. 2. Weltkrieg 35
  5. 1. Weltkrieg 8
  6. Deutsch-Französischer-Krieg 264
  7. Deutscher Krieg 1866 5
  8. Amerikanischer Bürgerkrieg 5
  9. Revolution 1848/49 8
  10. Koalitionskriege 4
  11. Siebenjähriger Krieg 1
  12. Wunschzettel 11
  13. Neues 10
  14. Unser Archiv 7
  15. Reset Filter

"Hätte ich die Freiheit, mir eine Neigung zu wählen, die mich für alle Wechselfälle des Lebens auf einen festen Grund stellte... es würde die Neigung zum Lesen sein. Schaffe einem Menschen diese Neigung, und du wirst zugleich sein Glück begründen."

Aus einer Tagebuch-Notiz

-> Hier finden Sie unser Leitbild

Discussion Thread 0 replies
  1. Privacy Policy
  2. Legal Notice
Powered by WoltLab Suite™