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Gedicht - Das alte Jahr sagt Lebwohl!

  • Tacitus
  • February 18, 2012 at 12:54 AM
  • 1,395 Views
  • 0 Replies

Ein mit Schreibmaschine am 16. Dezember 1941 geschriebenes Gedicht, was wohl während einer feierlichen Stunde unter Kameraden vorgetragen wurde. Es ist auch vorstellbar, dass das Gedicht an die Kameraden, die im Brief genannt wurden, geschickt wurden. Die Nachnamen der genannten Personen haben wir abgekürzt.

"Das alte Jahr sagt: Lebewohl,

hab' meine Pflicht getan,

ich war Euch Deutschen wohlgesinnt,

fang gut das neue an!

Wir geben ihm zur Antwort dann:

Hab' Dank, Du altes Jahr.

Wir packen es schon richtig an!

Du kennst uns doch, nicht wahr!

So grüßen wir das neue Jahr

getrost und unverzagt.

Wir wissen: Halb gewonnen ist

das, was man frisch gewagt!

Doch an des Jahres Schwelle denkt

man an die Kameraden

und fragt sich, wo mag dieser sein

und jener hingeraten?

Von denen, die im Osten steh'n

im Kampf und auf der Wacht,

ward laufend stets das Wichtigste

zur Kenntnis Euch gebracht.

Wir wissen das, was B., H.,

H. uns geschrieben,

wo I., L., L.

und W. geblieben.

Auch C. treibt sich im Osten 'rum.

Weilt auch Freund S. dort?

Doch R. zog sich Rheuma zu,

in Metz kuriert er's fort.

Die Armverletzung W.

ist schon ganz gut geheilt,

vielleicht wird er auf seinen Wunsch

nach Ulm jetzt zugeteilt.

Nach der Ukraine kommt demnächst

auch unser Rudolf S.:

bei K. ging nach Petersburg

bereits die Reise ab.

Im Süden Oskar B. noch

im Afrikakorps steht;

Wir hoffen, daß trotz schwerem Kampf

es ihm recht gut dort geht.

Im Westen stehen D.,

auch I., V. und V.,

Bei der Marine S.

und W. ihren Mann.

Nach Osten, Süden, Westen ist

der Norden and er Reih'.

In Drontheimt Häns'chen G. dient

bei uns'rer Polizei.

Nun kommt die goldne Mitte 'ran,

um die sich alles dreht,

und wo im Westen Theo S.

mit Flak auf Wache steht.

Der Luftgau Nürnberg war bis jetzt

Heinz S. "Reiseland",

doch kommt er weg, nachdem ihm dort

die Weine al' bekannt.

In Luftgau München funkt dieweil

W. wie noch nie,

nachdem in Halle er besucht

'ne "Funkakademie."

Im Sanitätszug unser Klemp

oft schweren Dienst verrichtet.

In Ulm Freund M. Warndienst hat,

wobei er auch 'mal dichtet.

In Straßburg unser Häns'chen B.

ist bei der Polizei.

Und unser lieber Staude ist

in Stuttgart "aaa" dabei!

Freund H. steckt als K.V.I.

im Kursus mittenmang;

H. und N. schon

besitzen diesen Rang.

Und im Berliner A.O.K.

gibt S. Orden 'raus.

Wer keinen hat, der melde sich;

es macht ihm gar nichts aus!

In Göpingen ist G. schon

'ne Weile dienstverpflichtet.

In Geislingen war's Fahrer G.:

Ob dies noch heute richtig?

Bürowart Emil A. schmückt

jetzt auch das E.K. II;

er sowie Rudi M. sind

im Osten mit dabei.

Nun wären alle aufgezählt

bis auf Freund Z.

der als der letzte Reisende

jetzt Speden machen kann! --

Was uns das neue Jahr beschert,

steht in des Schicksals Macht.

Ein festgefügter Bau entsteht

durch uns'res Volkes Kraft.

Und daß der stolze Bau gelingt,

steht fest in unserm Glauben!

Den Sieg und uns'res Führers Werk

kann uns kein Teufel rauben!

Allen Kameraden ein gutes neues Jahr!"

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