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Amerikanischer Bürgerkrieg
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Deutschenhass im Amerikanischen Bürgerkrieg im Jahr 1861

  • Tacitus
  • May 27, 2020 at 4:40 AM
  • 3,545 Views
  • 1 Reply

Ein deutscher Auswanderer schreibt in Missouri am 21. Juli 1861 einen Brief an seinen Sohn nach Deutschland und schildert darin seine Erlebnisse in den ersten Phasen des Amerikanischen Bürgerkrieges. Mit dem englischen Wort "Insulten" (Insult) ist "Beleidigen" gemeint.

Quote

...je trauriger die Lage der arbeitenden Classe wird; desto größer die Wuth dieser verdammten Secessionisten namentlich über die „god damned dutch“ (Gott verdammten Deutschen). Unsere Lage, nämlich die Lage der Deutschen, in Missouri und besonders hier in Lexington war seither gewiß keine beneidenswerthe. Das Damokles-Schwert hing beständig über unserem Haupte, unser Leben war beständig in Gefahr. Kein Deutscher durfte es wagen bei eintretender Dunkelheit die Straße zu betreten. Die gröbsten Insulten mußten sie erdulden ihr Eigenthum wurde theilweise zerstört, theilweise weggenommen. Auch ich schwebte einige Mal in Todesgefahr...

[...]Lieber Sohn! Es ist sehr lange, daß ich Dir nicht geschrieben habe, doch mußt Du auch deshalb entschuldigen, da ich hoffte die politischen Wirren würden beigelegt werden, und ich könnte Dir dann etwas Bestimmtes über unsere Lage schreiben. Doch dem war leider nicht so. Der Bürgerkrieg brach aus und wüthet nun mehr mit all seinen Gräueln im ganzen Lande und namentlich im Staate Missouri. [...] Je mehr Menschen hingeschlachte werden, je trostloser von Tag zu Tag unsere Lage, nämlich die Lage des Landes wird, je mehr Arbeit, Handel und Wandel steht, je trauriger die Lage der arbeitenden Classe wird; desto größer die Wuth dieser verdammten Secessionisten namentlich über die „god damned dutch“ (Gott verdammten Deutschen). Unsere Lage, nämlich die Lage der Deutschen, in Missouri und besonders hier in Lexington war seither gewiß keine beneidenswerthe. Das Damokles-Schwert hing beständig über unserem Haupte, unser Leben war beständig in Gefahr. Kein Deutscher durfte es wagen bei eintretender Dunkelheit die Straße zu betreten. Die gröbsten Insulten mußten sie erdulden ihr Eigenthum wurde theilweise zerstört, theilweise weggenommen. Auch ich schwebte einige Mal in Todesgefahr. Ich habe nämlich einem deutschen Blatte in St Louis über diese vorgänge Bericht erstattet; man vermuthete ich sei der Verfasser und drohte mir mit Erhängen. Gewiß hätten sie diese Drohung auch ausgeführt.... [...] Bei all dem wurde bis jetzt nur ein Deutscher geschossen. Nun sind wir geschützt, es liegt Vereinigte Staaten-Militär hier und werden noch über 2000 Mann erwartet. Das Militär hat sich beim College verschanzt und ist vollkommen gegen jeden Überfall gedeckt. Es sind fast lauter Deutsche. Geschäfte gehen hier gar nicht von Verdienst gar keine Rede mehr.[...]

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Replies 1

Regina (FionaGina)
June 6, 2024 at 8:01 PM

Dieser Rassismus ist furchtbar .. aber das zieht sich wohl durch jede Epoche

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