Neujahr bricht an, die Hände falten sich still zum brünstigen Gebet,
zum Dank für meines Gottes walten, der reich gewährt, was ich erfleht.
Der mich in den vergangenen Tagen mit seiner Vatertreu bedacht,
auf Adlers Flügeln mich getragen, empor zum Licht aus dunkler Nacht.
Doch will in Wehmut mich versenken, des alten Jahres Scheidegruß,
lehrt vorwärts mich die Blicke lenken, die Zeit mit nimmermüdem Fuß.
Wohl sinkt hinab des Lebens Welle, doch eine andere rauscht heran.
Da schaut uns grüßend von der Schwelle, ein neuer Morgen lächelnd an.
Und fragt das Herz auch bang beklommen: Was bringst Du oh neues Jahr?
Wird Leid und Kummer mit Dir kommen? Bahrt Trübsal deine Hand uns dar?
Es grüßt mich doch ein Hoffnungsschimmer, ich baue fest und freudig drauf:
Der alte Gott, er lebt noch immer. Neujahr bricht an. Glück auf! Glück auf!
Transkription: Daimler877