Siebenbürger Sachsen träumen im Jahr 1929 "vom Reich oben"

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...alle die Siebenbürger Sachsen nämlich haben die große Sehnsucht, einmal das Land ihrer Vorfahren, dessen Sprache sie sprechen, kennen zu lernen. Sie reden von Deutschalnd, „vom Reich oben“, wie vom Paradies.

[...]Wir haben hier schon einige feine Freundschaften geschlossen; alle die Siebenbürger Sachsen nämlich haben die große Sehnsucht, einmal das Land ihrer Vorfahren, dessen Sprache sie sprechen, kennen zu lernen. Sie reden von Deutschalnd, „vom Reich oben“, wie vom Paradies. Von den Rumänen, einen unglaublich kulturell tiefstehenden Volk, zerlumpt u. Zerrissen die meisten, - selbst die Polizisten können oft weder lesen noch schreiben, - werden sie fast bedrückt. Sie halten aber fest an deutscher Sprache u. Sitte, und hoffen auf bessere Zeiten. --- Die Art, hier zu reisen, ist äußerst schwerfällig. Die Eisenbahn geht nie pünktlich, der Omnibus, unglaublich alte, klapprige Kästen, fährt nur, wenn genug Leute drin sind u. der Schofför da ist. Auf ein oder zwei Stunden Wartezeit kommt es gar nicht an. Reservereifen hat man nicht mit; wir haben bei der letzten Fahrt zwei pannen gehabt; jedes Mal mußte über 1 Stunde geflickt werden. - Also viel, viel gibt’s zu erzählen...[...]