1. Januar 1871: Prosit Neujahr!

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"Prosit Neujahr!" riefen wir am Neujahrmorgen einander zu und reichten einander die Hände. Unser Fest=Frühstück bestand in einem schwarzen Kaffee ohne Zucker und Brot. An eine "Neujahrsbretzel" konnte man unter solchen Verhältnissen nicht denken und doch dachtne wir eben daran...

"Der 1. Januar 1871. "Prosit Neujahr!" riefen wir am Neujahrmorgen einander zu und reichten einander die Hände. Unser Fest=Frühstück bestand in einem schwarzen Kaffee ohne Zucker und Brot. An eine "Neujahrsbretzel" konnte man unter solchen Verhältnissen nicht denken und doch dachtne wir eben daran. [...] Vor dem Abrücken empfingen wir pro Geschütz = 10 Mann ein Laibchen noch heißes Brod und etwas Branntwen.
Wurde Branntwein ausgegeben, so wurde oft in Ermanglung eines Kleineren Maaßes das ganze Quantum für die Geschützabteilung in meine 1/2 Liter haltende Feldflasche gemessen; so nippte und nippte ich eben oft davon, daß Karl Dahlmer öfter sagte: "Max, Du bringst Dein'm Vater ein rechter Schnapslump heim."