Verpflegung für französische Zivilisten

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Der größte Theil der Einwohner war geflüchtet u. nur arme u. kranke Leute, die nirgends hin konnten, waren zurückgeblieben. Diese Unglücklichen, die kaum noch ein Stückchen Brot ihr Eigenthum nennen konnten, mußten von der deutschen Militärverwaltung verpflegt werden, denn die denjenigen Gegenden, namentlich aber an den Hauptstraßen, wie z.B. zwischen Artenay u. Orleans, wo die französischen Armeen sich zurückziehen mußten, schleppten sie noch im letzten Augenblick Alles, was zur Nahrung dient, mit sich fort...

"Das verwüstete Städtchen Artenay, um deßer Besitz in den Tagen vorher heiß gekämpft, war arg mitgenommen. Viele Häuser waren zerschoßen oder niedergebrannt. Ebenfalls hatten die Schlachten in der ganzen gegend zerstörend gewirkt, fast alle Gehöfte waren eingeäschert, überall sah man zerbrochenes Fuhrwerk, verstümmelte menschliche Leichen, Pferdecadaver, umherliegende Vollgeschoße.
Der größte Theil der Einwohner war geflüchtet u. nur arme u. kranke Leute, die nirgends hin konnten, waren zurückgeblieben. Diese Unglücklichen, die kaum noch ein Stückchen Brot ihr Eigenthum nennen konnten, mußten von der deutschen Militärverwaltung verpflegt werden, denn die denjenigen Gegenden, namentlich aber an den Hauptstraßen, wie z.B. zwischen Artenay u. Orleans, wo die französischen Armeen sich zurückziehen mußten, schleppten sie noch im letzten Augenblick Alles, was zur Nahrung dient, mit sich fort. Wenn also die diesseitige Militairbehörde sich der, bis aufs Nothwendigste entblößten zurückgebliebenen Einwohner nicht angenommen hätte, würden dieselben ohne solche Unterstützung der bittersten Hungersnoth preisgegeben sein. Daß nun unter diesen Umständen die Verpflegung der Truppen eine mehr als schlechte war, ist leicht denkbar..."


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