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Beschwerlicher Marsch im strömenden Regen mündet in Gefecht

  • Tacitus
  • October 24, 2020 at 3:24 AM
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Erinnerungen eines Soldaten zum 24. Oktober 1870.

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Es durfte natürlich weder Feuer gemacht, noch geraucht werden, um den Franzosen unsere Nähe nicht zu verrathen. Bald verstummte das Feuer, und wir legten uns ohen Decken und ohne Stroh, ich z.B. nur im Regenmantel, auf der durchweichten, lehmigen Erde zur Ruhe nieder. An Schlaf war nicht viel zu denken, auch fror man viel zu sehr; ein paar Flaschen Wein hielten allein noch unsere Lebensgeister wach...

"Bei strömendem Regen traten wir gegen 5 Uhr den Marsch nach Chatel an; der Weg dorthin führt bergab, die Straße selbst war in einen reißenden Gießbach verwandelt, in dem wir marschirten. Unbezahlbar war mir an diesem Tage mein Regenmantel. Als wir Chatel erreichten, war es schon vollständig finster, und es begann nun das Bergsteigen auf einem pfadlosen, total durchweichten Lehmboden. Anfangs stiegen wir zwischen Weinbergen empor; ein jeder versah sich mit einer Stütze von den Weinstöcken, um dieselbe in die Erde zu stoßen und sich dann daran empor zu ziehen. Häufig stürzte man in Löcher und Gräben, stolperte über Steine oder rutschte auf dem abschüssigen Boden ein par Schritte zurück; dazu brannte das Gesicht von dem herniederstürzendne Regen und die Füße von dem ungewohnten Marschiren. - Als wir auf halber Höhe des Berges angekommen waren, war die Richtung verloren. Es wurde eine Patrouile vorausgeschickt, um den richtigen Weg zu erforschen, dieselbe fand vermuthlich nicht zurück und ich brannte mir eine Cigarre an, um die Abgesandten durch den Feuerschein zurück zu locken; wirklich langten sie bald darauf an und zeigten uns den Pfad auf den Gipfel des Berges. Nach unsäglichen Anstrengungen, es mochte 9 Uhr sein, gelangten wir glücklich auf der Pavillonschanze an und besetzten dieselbe. Gegen 10 Uhr entspann sich zwischen den Vorposten, welche übrigens dicht an der Schanze standen, ein lebhaftes Feuer, das feindlicherseits noch durch größeres Patrouillenfeuer verstärkt wurde. Wir hatten es uns an einem Gebüsch möglichst bequem gemacht, doch wurde dieses fortwährend von feindlichen Kugeln durchstreift, die meisten Geschosse gingen über uns hinweg. Es durfte natürlich weder Feuer gemacht, noch geraucht werden, um den Franzosen unsere Nähe nicht zu verrathen. Bald verstummte das Feuer, und wir legten uns ohen Decken und ohne Stroh, ich z.B. nur im Regenmantel, auf der durchweichten, lehmigen Erde zur Ruhe nieder. An Schlaf war nicht viel zu denken, auch fror man viel zu sehr; ein paar Flaschen Wein hielten allein noch unsere Lebensgeister wach..."

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Tacitus
December 24, 2020 at 1:40 AM
0

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