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"Hyänen des Schlachtfeldes" werden fast Opfer von Lynchjustiz

  • Tacitus
  • August 7, 2020 at 1:40 AM
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Grausiger Kriegsalltag am 7. August 1870.

Quote

Die Rufe: "Nieder mit den Hunden, zerreißt sie", wurden laut, das Gedränge wurde immer ärger von beiden Seiten und es hätte wohl nur noch einiger Augenblicke bedurft, so wäre diese Wuth zum Ausbruche gekommen, - als plötzlich der Befehl "an die Gewehre" gegeben wurde, dem wir diesmal sehr ungern Folgeleisteten...

"Ein eigenthümliches Bild bot sich uns jetzt dar. Auf der Chaussee kam eine Eskorte, in ihrer Mitte eine Bande, ungefähr 16 bis 20 Mann stark, transportirend. Es waren jene scheußlichen "Hyänen des Schlachtfeldes", die es wohl leider zur Schande der Menschheit, auf allen Schlachtfeldern gegeben hat und noch giebt. Mehrere blutjunge Burschen waren darunter, welche aber meistens schon so maltraitirt waren, daß sie auf Wagen gefahren werden mußten. Ebenso einige bereits ergraute dieser schuftigen Hunde. Einer fiel mir besonders auf. Es war ein großer, starkgebauter Mann mit einer Adlernase. Sein kohlschwarzes Haar und Schnurrbart ließen in ihm eher einen Süd=Franzosen als einen Elsässer vermuthen. Nach der Aussage der Eskorde sollte er einen verwundeten Husaren die Zunge ausgeschnitten und dergl. Scheußlichkeiten mehr verübt haben. Man hatte je 4 dieser Hallunken in ein Glied zusammengebunden (einen Jeden waren die Hände auf dem Rücken gebunden worden) und diese Glieder, dessen vorderstes an den Wagen gebunden war, waren wieder unter einander verbunden, so daß sich keiner rühren und regen konnte. Die Sonne brannte ziemlich heiß auf ihre von wuchtigen Kolbenschlägen zerklopften Schädel und blutüberströmten Gesichter nieder, in welche sich Fliegen und Bienen haufenweis gesetzt hatten, und dadurch ihre verdiente Qual um kein Geringeres vermehrten. - Alles hatte sich herangedrängt. Die Erbitterung und die Wuth nahm immer mehr zu, als die Grausamkeiten bekannt wurden, welche sie verübt hatten. Die Rufe: "Nieder mit den Hunden, zerreißt sie", wurden laut, das Gedränge wurde immer ärger von beiden Seiten und es hätte wohl nur noch einiger Augenblicke bedurft, so wäre diese Wuth zum Ausbruche gekommen, - als plötzlich der Befehl "an die Gewehre" gegeben wurde, dem wir diesmal sehr ungern Folgeleisteten..."

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