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Deutsch-Französischer-Krieg
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Stürmischer Empfang, zahlreiche Blumen & Liebesgaben für die Soldaten

  • Tacitus
  • July 31, 2020 at 12:04 AM
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Ein Soldat schreibt am 31. Juli 1870 aus Bierstadt (Wiesbaden) einen Brief in die Heimat nach Dresden.

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...nur 1 Bouquet behalte ich, weil ich es von einer sehr hübschen Jungen Dame in Dresden erhalten habe, es besteht, aus Rosen, Vergißmeinnicht [...] ein anderes dergleichen – bekam ich von einem anderen hübschen Fräulein in Ronneburg, die anderen wenigstens ein Dutzen habe ich im Coupee gelassen, und wieder an Mädchen vertheilt...

"...um 8 Uhr Abends kamen wir in Hanau an, hier hatten wir einen stürmischen Empfang, es war überall so, besonders in Sachsen, überall wurden wir mit Blumen überschüttet, u. an Essen und trinken fehlte es nicht, es war für Alles gesorgt, wir hatten in unsern Coupée, mehrere Flaschen guten Rothwein, 1 Flasche Northäuser u. Bier in hülle u fülle. Auch an Cigarren fehlte es nicht, denn ich hatte wenigstens 25 Stück bekommen. Schon in Dresden hatte ich so viel Murren daß ich sie weggeworfen habe, nur 1 Bouquet behalte ich, weil ich es von einer sehr hübschen Jungen Dame in Dresden erhalten habe, es besteht, aus Rosen, Vergißmeinnicht [...] ein anderes dergleichen – bekam ich von einem anderen hübschen Fräulein in Ronneburg, die anderen wenigstens ein Dutzen habe ich im Coupee gelassen, und wieder an Mädchen vertheilt. Gestern Abend 11 Uhr kamen wir in Frankfurt a/M an, eine schöne Stadt soviel ich sehen konnte, dann habe ich geschlafen bis heute morgen 3 Uhr, u. war ganz verwundert als ich mich beim erwachen in Kastel-Mainz befand. Lieber Emil, ich bin also im Rheinland, am Rhein, Deutschlands schönsten Flusse, welcher hier vielleicht 3 Mal breiter als die Dresdner Elbe ist. Es gefällt mir hier Vortrefflich, die Gegend ist lachend, und man sieht nur Wein= oder sehr fruchtbare Obstgärten, Du kannst Dir keinen Begriff machen wieviel es hier Obst gibt. Der Rhein trennt Kastel von Mainz. Kastel ist gut befestigt, heir hatten wir einen 1stündigen Aufenthalt um zu ruhen. Dann sind wir wieder 2 Stunden zurück marschiert…"

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