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Deutscher Auswanderer schreibt 1856 begeistert von New York und Chicago

  • Tacitus
  • June 6, 2020 at 4:42 AM
  • 1,825 Views
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Ein deutscher Auswanderer schreibt in die Heimat am 18. April 1856 einen Brief und schildert darin seine Eindrücke von Chicago und New York.

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Einen wahrhaft Eienartigen Anblick gewährt Ney-York. Etwas Schöneres kann es wohl in der Welt nicht mehr geben. [...] Die Stadt selbst mit den dem gegenüber liegenden Broklin prachtvoll mit allem was Luxus bietet und bieten kann ausgerüstet. Kurz etwas Schöneres kann es nicht leicht geben. Dampfboote aller Art kreuzen hier wie in Frankfurt die Chaisess. Der Eindruck der es auf den Fremden macht ist gar nicht zu beschreiben...

"Chicago ist eine Stadt von circa 140-160000 Einwohner regelmäßig gebaut mit lauter geraden Straßen. Es ist in wenigen an Jahren entstanden und gleichsm aus der Erde hervorgezaubert. Es liegt am Michigan =See (sprich Michigän) und ist in drei Theile getheilt Nord, Süd u West=Chicago. Die Häuser sind meist aus (Lumper) Bord od. Diehlen gebaut und können leicht von einem Ort zum anderen transportirt werden. Hier sieht man alle Tage Häuser auf Reisen. Die größten Häuser, auch wenn sie von Bausteinen erbaut sind, werden mit Leichtigkeit gehoben. Der Amerikaner ist äußerst einfach in seiner Lebensweise und in jeder Beziehungs überaus practisch. Werkzeuge, Hausgeräth, kurz Alles ist einfach und viel practischer als draußen. Die Polizei ist hier äußerst streng. Wenn aber nur einer betrunken über die Straße purzelt, kommt er ins Arbeitshaus muß Steine klopfen, wie verrückt. Nächste Woche wird ein Mörder gehängt, das ist die Todesart eines jeden zum Tode Verurtheilten. Chicago liegt auf einer Prairie (Eben) baumlos doch mit vielen Farmen in der Umgegend. Der Boden ist fruchtbar und gut zu bearbeiten. Singvögel fehlen fast ganz. Fische im (Michigan=See) Michigän=See) genug. Eisenbahnen kreuzen sich hier nach allen Seiten. Von Ney=Jock fahren wir den Delewarefluß entlang. [...] Einen wahrhaft Eienartigen Anblick gewährt Ney-York. Etwas Schöneres kann es wohl in der Welt nicht mehr geben. 10-18 Meilen ist der Hafen auf beiden Seiten mit Leadhäusern, Kirchen, Gärten, Festungswarben wahrhaft übersät. Die Stadt selbst mit den dem gegenüber liegenden Broklin prachtvoll mit allem was Luxus bietet und bieten kann ausgerüstet. Kurz etwas Schöneres kann es nicht leicht geben. Dampfboote aller Art kreuzen hier wie in Frankfurt die Chaisess. Der Eindruck der es auf den Fremden macht ist gar nicht zu beschreiben. Das nächste Mal mehr."

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  • Deutsche Auswanderer
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  • Auswanderer (U.S.A.)
  • 18. April 1856
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