Gedicht - Sehnsucht

"Auf zum Himmel blickt mein Auge

Und ich spähe, schwer bedrängt,

Ob ich nicht den Stern gewahre,

Dran dein Blick soeben hängt.


Mich nach jedem Winde wend ich,

der den leichten Flügel schwingt,

Weil ich hoffe, daß mir einer

Kunde, Liebste, von dir bringt.


Durch das fremde Land hier streifend,

Fühle ich mich so allein,

Und ich frage auch die Wolken:

Könnt' ich nicht jetzt bei dir sein?


Mitternacht ist längst vorüber

und der Mond hält eisig Wacht,

und ich sehn mich dir zu sagen:

Schlafe, Liebste, gute Nacht!"

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