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Gewitter & Hagel über Aachen im Jahr 1852

  • Tacitus
  • July 19, 2019 at 12:09 AM
  • 3,523 Views
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Ein Mann aus Aachen schreibt seiner Familie in Geilenkirchen am 25. Juli 1852 einen Brief und schildert darin die Folgen eines schweren Unwetters.

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Es war ein Getös und gebraus, und darunter die harte schläge der Hagelsteine wieder die Fenster, das zerbrochene Glas fiel klirrend in die Zimmern und der Wind peitzte die Gardinen gleich flatternde Fahnen in die Luft. An Herzzerschneidenste aber war das Jammern der Kinder; besonders war Theresgen u Lenchen sehr furchtsam, schreien und Beten thaten sie um die Wette...

"Ihr sprechet in eurem letzten Schreiben von einem schweren Gewitter das ihr erlebt habet. Am nämlichen Tage hatten wir auch hier ein Gewitter was aber glücklich nach kurzen, aber doch schnell aufeinander folgenden Blitzen und einige starke Donnerschlägen an uns vorüber zog.

Aber ein weit furchtbareres hatten wir den darauffolgenden Samstag. Schwarz und grau wölkte sich der Himmel und kündete ein schweres Gewitter an, doch ein mächtiger Regen fiel vom Himmel, und gab Hoffnung. Doch auf einmal brauste ein furchtbarer Sturm, Hagel fiel vom Himmel herab so dick wie wir ihn nie gesehen, es waren Schlossen darunter so dick wie Tauben Eier. Wir waren auf unsern Schlafzimmer wo gerade die Schlag Seite ist. Im Augenblick waren unsere Scheiben zerschlagen. Bäume und Blumen waren in Nu zusammen geworfen; Im Garten wurde ein großer Pflaumen Baum vom Turm aus geschmissen. Es war ein Getös und gebraus, und darunter die harte schläge der Hagelsteine wieder die Fenster, das zerbrochene Glas fiel klirrend in die Zimmern und der Wind peitzte die Gardinen gleich flatternde Fahnen in die Luft. An Herzzerschneidenste aber war das Jammern der Kinder; besonders war Theresgen u Lenchen sehr furchtsam, schreien und Beten thaten sie um die Wette.

Ihr könnt euch leicht denken welch ein Hagel es war, wenn ich nachsage das wir an unsern Zimmer allem 40 Scheiben zu stücken hatte. Überhaupt scheint das Wetter sich über die Stadt entladen zu haben, nur auf Stollberg u. Weiden zu hat es einige Schaden in Felde angerichtet; Alle Knospen u. jungen Sprossen an Blumen u. Baume sind zerknickt und abgeschlagen. Der Hagel hatte solche Kraft das an meine zähdesten Cacteen Quettschungen gekommen sind wo die Steine darauf geschlagen sind; die spröden sind mit Stücke weggeschlagen worden. An der Kaserne sind 989 Scheiben zerschlagen. Alles lag voll grünes Laub, wo man hinblickt sieht man zerstörung vom Hagel. Gebe Gott das wir so ein Wetter nicht mehr erleben.

Da die Zeit zu kurz und das Papier zu klein ist um weiter von dem untwetter weiter zu erzählen, so schließe ich mein Schreiben."

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