Gedicht - Jungmädchens-Schmerz (gefallen)!

"Gefallen! - Gefallen! - ist's denn wahr?

Ich kann es nicht glauben, nicht fassen!
Ich seh' sein Gesicht so lebensklar,
von dem ich auf ewig soll lassen.

Als ich noch glaubte, er sei vermißt,
Wie hab ich geweint u. gebetet!
Und Tränen, welche die Liebe vergießt!
Die haben ihn auch nicht gerettet!

Nun ist der Quell der Tränen versiegt
Ein trockenen Schluchzen durchzücket
die Brust, u. zerrt am kranken Gemüt
das mir das Herz fasst erdrücket.


Die Kugel, die ihn traf, traf auch mich
Doch hat sie verschiednes gegeben.
Ihm Ruhe, daß der Schmerz von ihm wich,
Und mir? - Ein verödetes Leben! -"

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