Kinobesuch "Das doppelte Lottchen" im Jahr 1952

"Am Abend mit Peterchen ins Kino (Zeli). Helga hat Karten besorgt. Es ist Riesenandrang; denn wieder einmal gibt es den Film "Das doppelte Lottchen". Der Film, den Erich Kästner so nett kommentiert, dessen Idee von ihm stammt. Ein reizender Film, ein echter Film, ein Film, der einen den Glauben wiedergibt, den Glauben an die Güte, die Liebe, das Gute, das Schlichte, Echte, Menschliche. Kinder versöhnen alles. Ohne sentimental zu werden: Mir sind die Tränen der Freude oft sehr nahe. Es macht Mut. - - -
Die Geschichte von den beiden Zwillingen, die sich einem Kinderheim treffen, die eine vom Vater kommend, die andere von der Mutter. Sie fahren jede in die Heimat der anderen, finden sich in der fremden Umgebung zurecht und bringen letzten Endes die beiden Eltern wieder zusammen. [...] Man hat eine reine, beglückende Welt gesehen. Schwer fällt es, in den rauhen Alltag zurückentlassen zu werden. Man macht sich Mut, nimmt sich vor, das innere Glück aufrechterhalten zu wollen, oder an der Wirklichkeit durchzusetzen, was man in der Illusion erlebte. - - -"

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