Zeppelin

Texte aus den Jahren
1900 - 1913


Zu diesem Thema lagern 5 Briefe und 1 Tagebuch aus dieser Zeit in unserem Archiv.

Brief, Ende Februar 1913 aus Berlin
Eine junge Frau schreibt einen Brief an ihre Eltern aus Berlin und berichtet vom der Sichtung des Luftschiffes "Hansa". Leider fehlt der Beginn des Briefes, sodass uns das genaue Datum nicht bekannt ist, außerdem wissen wir nicht, wie die Ausführungen dieses Erlebnisses beginnen, da die uns vorliegende Briefseite direkt mit diesem Zitat beginnt.
"Das Luftschiff „Hansa“ schwebte so majestätisch über dem ganzen und flog so niedrig, daß man die Menschen winken sehen konnte. Sie warfen Bänder in Dänischen Farben herunter. Die Majestäten kuckten auch herauf und winckten."
Brief vom 3. Juni 1912 aus Frankfurt am Main
Eine junge Frau schreibt ihren Verwandten nach Norddeutschland. Sie hat großes Heimweh und beginnt von Frankfurt und ihren Zeppelin-Sichtungen zu erzählen.
"Ich möchte wünschen bald ein passendes junges Mädchen zu finden, welche mich mit den Sehenswürdigkeiten von Frankfurt und Umgegend vertraut macht. Das einzige Vergnügen, welches ich aber auch voll und ganz genieße sind die beiden Zeppelin Luftschiffe „Schwaben“ und die „Viktoria Luise“. Sobald ich das Summen der Propeller höre eile ich mit einem Opernglas zum Fenster oder auf den Balkon und betrachte das vorbeifahrende Luftschiff mit stets größerer Bewunderung. Fast täglich kann ich dieses Schauspiel sehen, in einer Höhe von zirka 50 Metern fliegen sie hier herum, man sieht die Passagiere ganz genau. Letztere winken sehr häufig mit den Taschentüchern. Wir leben doch in einem herrlichen Zeitalter, wenn man bedenkt, daß die Menschen in der Luft herumfliegen. Zeppelin hat doch etwas phänomenales mit seiner Erfindung geleistet. Jede zweistündigen Fahrt kostet pro Person 200 M. Ich möchte auch wohl mal in höheren Regionen schweben, aber dann muß ich erst das große Loos gewinnen, so muß ich es den reichen Frankfurtern überlassen......."
Brief vom 17. Juli 1909 aus Arnsdorf
Ein adeliges Ehepaar schreibt ihrem Schwiegersohn einen Brief.
"Wenn ich Zeppelin wäre, flöge ich zum 20. auf ein paar Stunden zu Dir herüber - so muß ich mich darauf beschränken, meine Gedanken fliegen zu lassen u. sie mit meinen Geburtstagswünschen diesem Briefballon anzuvertrauen."