Träume

Texte aus den Jahren
1814 - 1829


Zu diesem Thema lagert ein Tagebuch aus dieser Zeit in unserem Archiv.


Brief vom 8. Juli 1815 aus Oels

Ein junger Mann schreibt in sein Tagebuch einen sehr schönen und interessanten Text über das Träumen. Er ist jedoch schwer verständlich. Wir möchten ihn dennoch original belassen und stellen ggf. bei Gelegenheit noch einmal eine Übersetzung bei. Die Abkürzungen haben wir in eckigen Klammern noch ergänzt.
"Traum, daß ich in der Leipziger Schlacht an 3 Kugeln im Kopf blieb, u[nd] im Verscheiden eben - erwachte, u[nd] mich lebend fand. So ist der Tod ein Erwachen - Im Traum zur lebendigen Wirklichkeit. Ich habe auch schon einen Traum im Traum gehabt, wo ich träumte, zu erwachen, mich im Bett in meiner Stube sah, u[nd] doch es nur träumte, an Morgen beim wirkl[ichen] Erwachen kaum begreifen konnte, wie ich nur geträumt haben könne, erwacht zu sein, u[nd] Handlungen, die ich - dem Erwachen in d[er] Stube vorgenommen zu h[a]be[n] geträumt h[a]tte, - sah, u[nd] si[e] in ihrem gestrigen Zustande fand: So ist auch unser Tod sehr leicht nicht unser einziges bestes u[nd] wahres Erwachen, son[dern] 1 Erwachen zu neüen helleren Träumen . - - - "