Völkerschlacht bei Leipzig

Texte aus den Jahren
1800 - 1813


Zu diesem Thema lagert 1 Tagebuch aus dieser Zeit in unserem Archiv.


Tagebucheintrag vom 24. Oktober 1813 aus Leipzig

Ein junger Soldat, der nicht direkt an der Völkerschlacht teilgenommen hat, notiert in sein Tagebuch.
"Wir waren noch eine Meile von Leipzig, als wir schon todte und halbtodte Menschen und Pferde, sowie viele zersprengte Pulverwagen zerstreuet umher liegend fanden. Es war ein gräßlicher Anblick, wie manche Menschen den halben Kopf von einer Kanonen Kugel abgeschossen, da lagen. Andere ohne Beine... [...] Das war schon der dritte Tag nach der Schlacht und doch lagen unzählige Blessierte noch 
unverbunden in ihrem Blute. [...] Mit aufgehobenen Gewehre und Trompetenschall rückten wir in Leipzig ein. Hier fanden wir nun alle Straßen voll französischer Kriegsegfangenen, todte Menschen und Pferde, sodaß man über sie herüber reiten mußte.... [...] Der Kaiser Napoleon war noch drei Stunden vor der Entscheidung der Schlacht in Leipzig gewesen, und doch ist er entkommen. Dagegen ist der König von Sachsen mit vielen von seinen Truppen in Leipzig zurückgeblieben. Und zwar soll Ersterer sich in einem Kaufmanns Keller versteckt gehalten haben. - Nun bezweifelt niemand mehr den guten Ausgang dieses Kriegs und die Vernichtung Napoleons."